8 kostenlose Youtube Tools, die dir dein Leben als Youtuber erleichtern

Setzt du für deine Youtube Videos auf Open Source Software? Oder stehst du vielleicht noch ganz am Anfang und willst nicht gleich größere Summen für kostenpflichtige Programme ausgeben? Dann liegst du auf jeden Fall schon mal voll im Trend!

Immer häufiger suchen Internet User nach den kostenlosen Gegenstücken zu teurer Software. Ob Gimp an Stelle von Photoshop, Open Office statt Microsoft Office oder die kostenfreie Version eines Virenscanners. Nichts darf mehr Geld kosten.

Obwohl dieser Trend in mancher Hinsicht auch kritisch betrachtet werden darf, so ist das Vorhandensein der kostenlosen Alternativen doch für viele Leute wirklich hilfreich. Sei es, weil einfach nicht genug Geld da ist, sei es, da jemand nicht immer gleich Geld ausgeben will, wenn er/sie etwas neues ausprobieren möchte.

Da viele Youtuber entweder komplett neu auf dem Gebiet sind oder eben (noch) nicht viel Geld zu Verfügung haben, möchte ich daher in diesem Artikel 8 kostenlose Softwares und Tools vorstellen, die wirklich hilfreich sein können, wenn du auf Youtube erfolgreich werden willst ohne dafür direkt dein Konto plündern zu müssen.

 

8 Youtube Tools

Disclaimer: Bei den folgenden, vorgestellten Programmen, beziehungsweise deren Einschätzung, handelt es sich um meine persönliche Meinung. Es ist möglich, dass es sowohl bessere, als auch schlechtere Programme gibt, von denen ich keine Kenntnis habe oder zu denen ich subjektiv eine andere Meinung habe als andere Menschen. Auch stehe ich in keinerlei wirtschaftlicher Verbindung zu einem der im Folgenden genannten Programme oder Programmanbieter.

1) Mindmup

Planung ist oft die halbe Miete und das gilt auch für Youtube. Für ein sinnvolles Vorausplanen der Videos, die du produzieren willst und eine möglichst hohe Chance auf viele Klicks, solltest du auf ein sauberes Brainstorming nicht verzichten.

Eine Mindmap hast du sicherlich schon einmal gemacht, allerdings kann das auf einem Blatt Papier schnell chaotisch werden, weshalb es manchmal wesentlich sinnvoller sein kann auf eine Softwarelösung umzusteigen.

 

Youtube Software Mindmup

Bildquelle: Mindmup.com, Screenshot

 

Die Website Mindmup.com ist eine Open Source Mindmap Tool, das du direkt in deinem Webbrowser verwenden und bei Bedarf deine Ergebnisse auf Google Drive speichern kannst. Es ist nicht nur übersichtlich und einfach zu bedienen sondern auch extrem hilfreich!

Mit Mindmup lassen sich intuitiv und binnen Sekunden Kategorien einfügen, umbenennen, verschieben, löschen, einfärben und vieles mehr. So ist im Handumdrehen eine klar strukturierte Mindmap erstellt, die dir dabei hilft, deine Gedanken zu ordnen und damit den ersten Schritt in deinem Videoerstellungsprozess mit Bravour zu meistern.

Ein tolles Tool, das ich immer wieder gerne selbst nutze

2) Google Keyword Planner

Auch der Google Keyword Planner gehört für mich immer mit zur Vorbereitung auf eine Videoerstellung. Zumindest dann, wenn ich vorhabe, mit dem Video eine besonders große Reichweite zu erzielen. (Ist ein Video hingegen „nur“ für meine Abonnenten gedacht, spare ich mir diesen Schritt.)

 

Youtube Google Keyword Planner

Bildquelle: adwords.google.com, Screenshot

 

Mit dem Keyword Planner lässt sich herausfinden, wie hoch das monatliche Suchvolumen für bestimmte Begriffe oder Begriffskombinationen auf Google ist. Auch wenn das Suchvolumen auf Youtube natürlich nicht das Gleiche ist wie auf Google, so lassen diese Zahlen doch Rückschlüsse darauf zu , welches Schlagwort, beziehungsweise welche Kombination gegebenenfalls die sinnvollste ist. Das ist insbesondere für die spätere Benennung deines Videos, sowie für die Formulierung von Videobeschreibung und Tags nützlich.

So könnte etwa das monatliche Suchvolumen für „gratis Youtube Programme“ höher ausfallen als dasjenige für „Youtube Open Source Programme“ obwohl du es vielleicht in deinem Sprachgebrauch immer als Open Source bezeichnen würdest.

Mit Informationen dieser Art lassen sich deine Zuschauer besser adressieren und entsprechend höhere Klickzahlen generieren. Für Videos, in die du viel Zeit steckst und die dir besonders wichtig sind, solltest du daher immer den kostenlosen Google Keyword Planner verwenden.

3) Audacity

Wenn du meinen Artikel auf der Startseite oder meine kostenlosen eBooks gelesen hast, wird dir sicher nicht entgangen sein, dass ich die Audioqualität in einem Video für einen entscheidenden Faktor halte. Ist die Tonaufnahme unterdurchschnittlich schlecht, steigt die Rate der Leute, die direkt wieder aus deinem Video „raus klicken“ sprunghaft an. Um das zu verhindern, solltest du deine Tonaufnahmen immer etwas nachbearbeiten.

 

Youtube Tool Audacity

Bildquelle: Screenshot

 

Glücklicherweise musst du dafür weder Geld in die Hand nehmen, noch sehr viel Zeit investieren. Mit Audacity (>Downloadlink, Chip.de) bietet der Software Markt ein exzellentes Open Source Programm, das für Amateure vollkommen ausreichend ist und für gute Ergebnisse sorgt.

In Audacity kannst du direkt eine Torspur aufnehmen, Hintergrundrauschen entfernen und mit dem Equalizer etwas Finetuning betreiben. Das ist auch für einen Laien problemlos zu stemmen. Insbesondere mit Hilfe eines der zahlreichen Tutorials, die es zu diesem Thema bereits auf Youtube gibt. So lassen sich mit wenig Mühe wesentlich bessere Ergebnisse erzielen als ohne Nachbearbeitung.

4) Moovly

Es muss nicht immer das eigene Gesicht sein, das vor der Kamera zu sehen ist. Aus genau diesem Grund habe ich lange Zeit selbst ausschließlich Erklärvideos (auch Whiteboard Videos genannt) produziert.

Diese eignen sich hervorragend dafür, um systematisch die Funktionsweisen von bestimmten Sachverhalten zu … naja … erklären 😉

Erklärvideos zeichnen sich dadurch aus, dass vor einem weißen Zeichenbrett von einer Hand automatisch Elemente gezeichnet werden, aufploppen, einfliegen oder mit einer sonstigen Animation Teil des Bildes werden. Das verleiht dem Video (das in Wirklichkeit im Endeffekt nur ein Bild ist) eine tolle Dynamik und lässt die Zuschauer bei deinen Videos verweilen, was im noch wesentlich wichtiger ist als die absoluten Klickzahlen.

Eine der wenigen kostenfreien Alternativen für Whiteboard Videos ist moovly.com . Ich persönlich bevorzuge zwar aus verschiedenen Gründen in der Funktionalität Explaindio, aber für diese Software wird eine jährliche Gebühr fällig, weshalb ich an dieser Stelle die sehr gute Alternative moovly vorstellen möchte.

 

Moovly Youtube Videos Whiteboard

Bildquelle: Moovly.com, Screenshot

 

Auch unabhängig davon, dass Moovly eine kostenlose Basisversion hat, ist es ein wirklich brauchbares Einsteigerprogramm. Nicht zu kompliziert in der Handhabung, jede Menge kostenlose Grafiken und schöne, professionelle Ergebnisse. Tatsächlich bietet das Programm sogar einige Vorteile gegenüber so mancher kostenpflichtiger Software für Erklärvideos. So besitzen beispielsweise einige Figuren bei moovly eine „walk“ Animation. Kombiniert man diese mit einem Einfliegen des Elements, so sieht es aus als würde eine Person (oder Tier) durch das Bild laufen. Viele andere Softwares haben dieses Feature nicht.

Zwei kleine Wermutstropfen gibt es allerdings trotzdem. Deine Moovlies (so heißen deine Videos bei moovly) enthalten in der kostenfreien Version ein sehr auffälliges Wasserzeichen am unteren rechten Bildschirmrand, das sich nur durch ein Upgrade auf eine der kostenpflichtigen Varianten ausblenden lässt. Dafür fallen dann knapp 10 Dollar monatlich an.
Die zweite Einschränkung der kostenlosen Basisversion bezieht sich auf den Wunsch die Videos in HD Qualität zu exportieren, was nicht möglich ist. In der gratis Variante ist leider nur eine SD Auflösung (480p) enthalten.

Für einen Einstieg in die Welt der Erklärvideos ist aber die kostenlose Variante aus meiner Sicht in jedem Fall eine sinnvolle Alternative. Solltest du ein paar Videos gemacht haben und sich erste Erfolg einstellen, kannst du immer noch über einen kostenpflichtigen Upgrade nachdenken. Falls du dich nicht an den vorhandenen Einschränkungen störst – und du vor allem das Gefühl hast, dass sich deine Zuschauer auch nicht daran stören – kannst du natürlich auch dauerhaft bei der gratis Variante bleiben.

5) EzVideo

Let’s Plays, How-To Videos und Tutorials erfreuen sich großer Beliebtheit. Um möglichst professionelle Ergebnisse zu erzielen, brauchst du natürlich auch für diese Art von Video eine ordentliche Software.

Das Paradebeispiel hierfür ist vermutlich Camtasia, allerdings ist dieses Programm eine vollumfängliche Profisoftware und spätestens nach Ablauf der 30-tägigen Trial-Periode wirst du vermutlich doch erst einmal kräftig schlucken. In der aktuellen Version 8 kostet das Programm (Stand 01.08.2016) rund 300 Euro. Für viele sicher Grund genug, sich nach einer Alternative umzusehen.

 

Ezvideo auf Youtube

Bildquelle: Screenshot

 

Als kostenlose Variante einer Screen Capture Software kann ich EzVideo empfehlen. Selbstverständlich hat es nicht den Umfang und die Funktionen eines Camtasia, aber braucht man das überhaupt zwangsläufig? Eigentlich nicht. Es kann sogar ein Vorteil sein, wenn man als Anfänger eine weniger komplexe Software zu bedienen hat. Und so verhält es sich auch mit EzVideo (>Downloadlink, Chip.de).

EzVideo verzichtet auf Schnickschnack und tut das, was es tun soll. Es nimmt störungsfrei den Bildschirm und bei Bedarf die eigene Stimme auf. Auch ist es möglich eine zuvor aufgenommene Tonspur in die Software einzufügen und diese parallel ablaufen zu lassen, wenn das Video aufgezeichnet wird. Alternativ kannst du auch einfach nur das Bild aufnehmen, die Tonspur später separat mit Audacity erstellen und die zwei Komponenten dann wieder zusammenfügen. Das sorgt – durch die wesentlich spezialisierteren Audio Funktionen von Audacity – vemutlich für das professionellste Ergebnis.

Aber wie du es auch machst, EzVideo ist ein hervorragendes Freeware Programm zur Erstellung von Youtube Videos.

6)Youtube Editor

Der Youtube Editor ist unter www.youtube.com/editor erreichbar. Er erfüllt aus meiner Sicht gleich mehrere Funktionen und ist daher sehr hilfreich.

    • Kleinere „Schneide-Arbeiten“ in einem fertigen Video
    • Komplette Videos erstellen
    • Videos mit Musik hinterlegen

 

Youtube Editor als Tool

Bildquelle: Youtube.com/editor, Screenshot

 

Bereits fertige, hochgeladene Videos können problemfrei noch etwas beschnitten werden, indem die entsprechenden Regler im Editor zurecht gezogen werden. Da „Inaktivität“ zu Beginn eines Videos die Absprungrate deutlich nach oben treiben kann, kann diese Funktion wirklich hilfreich sein um noch einmal nachzujustieren. Häufig kann schon eine Sekunde oder weniger einen spürbaren Unterschied machen – das solltest du nicht unterschätzen.

Auch lassen sich mit dem Youtube Editor komplette Videos erstellen. Wenn du etwa ein paar kleinere Videos hast, die du zusammenfügen möchtest, so kannst du diese einfach zunächst einzeln (und auf „privat“ gestellt) hochladen und dann im Editor zusammenfügen.
Alternativ kannst du auf die gleiche Art fremde Videos, die in der „Creative Common“ Sektion gespeichert – und somit lizenzfrei – sind, dafür verwenden, ein eigenes, neues Werk zu erschaffen.

Zuletzt besteht die Möglichkeit, dass du deine Videos mit Musik hinterlegst. Youtube hat dafür eine riesige Audio-Bibliothek. Auch diese Werke sind wieder lizenzfrei und dürfen entsprechend kostenfrei verwendet werden. Da Musik ein sehr gutes Stilmittel sein kann um eine beliebige Stimmung zu transportieren, ist diese Funktion sehr hilfreich.

Falls du schon etwas länger Youtube Videos machst, wirst du wissen, dass dieser Luxus noch vor einigen Jahren nicht zur Verfügung stand. Wenn man Hintergrundmusik wollte, musste man das Internet danach durchstöbern, hoffen, dass die Musik auch wirklich lizenzfrei ist und dann mit entsprechenden Credits auf den Urheber verweisen. Das ist nun wesentlich einfacher geworden.

7) Canva

Eine der wichtigsten und einfachsten Methoden auf dein Video aufmerksam zu machen und dadurch eine höhere Anzahl an Klicks zu generieren ist ein auffälliges und professionelles Thumbnail für deine Videos.

Da nicht jeder von uns ein Profi in Sachen Bildbearbeitung ist (oder sein will), wirken insbesondere komplexe Programme wie Photoshop und Gimp für viele eher abschreckend. Das Ergebnis ist, dass häufig auf ein hübsches Youtube Thumbnail verzichtet wird, was allerdings mehr als Schade wäre, denn die Lösung ist so einfach. Sie heißt Canva.com.

Canva ist eine Open Source Bildbearbeitungssoftware, die jede Menge hilfreiche Funktionen und vor allem tonnenweise kostenloses Bildmaterial mitbringt, das du verwenden kannst um einen professionell aussehenden Thumbnail zu erstellen.

Website öffnen, Vorlage Wählen, Bild reinziehen, Schrift einfügen…fertig! Sobald du das Ganze ein paar mal gemacht hast, kannst du in wenigen Minuten ein perfektes Bild für Youtube erstellen.

 

 

Im Übrigen kannst du natürlich auch deine eigenen Fotos hochladen, zuschneiden und wiederum mit Schrift oder anderen Elementen versehen. Dir sind da also kaum Grenzen gesetzt.

Canva ist wegen seiner Einfachheit und seinem hohen Nutzen zu einer meiner absoluten Lieblings-Freewares geworden, die ich sehr regelmäßig nutze.

8) Youtube Analytics

Ich weiß! Das Thema Analyse gehört sicher für die wenigsten zu den spaßigen Angelegenheiten. Aber hier trennt sich die Spreu vom Weizen, wie man so schön sagt. Youtube Analytics hat jede Menge hilfreicher Funktionen, die dir dabei helfen können auf Youtube immer besser zu werden.

Angefangen bei Erkenntnissen darüber, welche Videos zu den meisten neuen Abonnenten führen, über die Altersstruktur deiner Zuschauer, bis hin zur sogenannten Zuscherbindung, die dir zeigt, wie lange deine Zuschauer deine Videos im Schnitt angesehen haben und – vor allem – an welcher Stelle viele Leute abgesprungen sind.

 

Youtube Analytics

Bildquelle: Youtube.com, Screenshot

 

Aus Daten dieser Art lassen sich wertvolle Rückschlüsse ziehen, wenn es darum geht, in Zukunft erfolgreicher zu werden. Letztlich gilt es immer die Videos deiner Zuschauerschaft anzupassen, deine Fehler zu minimieren und Dinge, die gut funktionieren, zu replizieren und den positiven Effekt damit wieder auf deine nächsten Videos zu übertragen.

Da die Analytics Funktion in Youtube so viele, nützliche Daten liefern kann und dabei noch nicht einmal sonderlich kompliziert ist, möchte ich dir hier ans Herz legen, dich mit deinen Youtube Kennzahlen auseinander zu setzen, sobald du ein paar Videos auf deinem Kanal hast. So entwickelst du dich und deinen Kanal in jedem Fall weiter!

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