Youtube Affiliate Marketing – 6 Tipps für höhere Umsätze

Auf Youtube Affiliate Marketing Kampagnen zu nutzen, ist fast schon ein Klassiker. Diese Variante der Monetarisierung ist nicht nur verhältnismäßig einfach umzusetzen, sondern kann auch äußerst lukrativ sein. Voraussetzung dafür ist natürlich wie immer, dass man es richtig anstellt. Viel zu häufig werden grobe Fehler begangen und die Chancen auf einen netten Nebenverdienst über Partnerprogramme so zu Nicht gemacht.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Affiliate Marketing?

Vorab für diejenigen, die vielleicht noch nicht genau wissen, was Affiliate Marketing eigentlich ist, eine kurze Erklärung: Affiliate Marketing nennt man auch Empfehlungsmarketing.
Die Funktionsweise ist dabei relativ simpel:

Du meldest dich im Partnerprogramm des sogenannten Advertisers an und postest Links zu dessen Produkten unter deinen Videos. Klickt nun ein Zuschauer auf einen dieser sogenannten Affiliate Links und kauft ein Produkt, erhältst du eine prozentuale Beteiligung am Umsatz. Im Prinzip ein klassisches Provisionsmodell und damit eine Möglichkeit für dich um mit Youtube Geld zu verdienen.

Besonderheiten beim Youtube Affiliate Marketing

Prinzipiell funktioniert Affiliate Marketing immer nach dem gleichen System. Nämlich so, wie gerade beschrieben. Im Gegensatz zu klassischen Nischenseiten, die ihre Links an sehr prominenter Stelle platzieren können, kann es auf Youtube etwas schwieriger sein, seine Affiliate Links effektiv an den Mann / die Frau zu bringen.

Daher möchte ich dir in diesem Artikel 6 Tipps geben, wie du mit dem Einsatz von Affiliate Links auf Youtube mehr Geld verdienen kannst.

Tipp #1: Im Video auf Links hinweisen

Möglicherweise kommt dir dieser Tipp schon etwas bekannt vor. Falls ja, liegt das daran, dass ich dieses Thema immer wieder predige. Beispielsweise wenn es um die Gewinnung von Abonnenten oder um die Steigerung der Interaktionen durch die Zuschauer geht.

Oft besteht die Bereitschaft eine bestimmte Aktion durchzuführen, aber es wird einfach vergessen. Das gilt für Kommentieren eines Videos genauso wie für das Tätigen eines Klicks auf einen Affiliate Link.

Zudem solltest du nicht unterschätzen, dass du als vermeintlicher Youtube-Star immer einen gewissen Grad an Autorität besitzt. Fast alle Menschen sind von ihrer Kindheit an darauf geeicht, Befehle entgegen zu nehmen. Zu diesem Thema gibt es wahnsinnig interessante Experimente und Studien, die hier allerdings den Rahmen sprengen würden. Für den Moment sollte es ausreichen, wenndu weißt, dass es funktioniert.

Stellst du also beispielsweise in deinem Artikel das neue Iphone vor, kannst du definitiv darauf verweisen, dass es einen Link zu besagtem Produkt unter dem Video in der Beschreibung gibt, über den deine Zuschauer zum Produkt kommen. Zum Beispiel so:

„Öffne einfach kurz die Videobeschreibung und klick auf den Link. Dann kommst du direkt zum neuen Iphone Bundle auf Amazon.“

Tipp #2: Affiliate Links kennzeichnen

Es ist wichtig, dass du deine Affiliate Links kennzeichnest. Du verrätst also deinen Zuschauern, dass du Geld verdienst, wenn sie ein Produkt über den besagten Link klicken kaufen. Du könntest jetzt gerade denken: „Aber führt das nicht eher dazu, dass weniger Leute meine Links benutzen?“

Das ist eine absolut berechtigte Frage. Im Einzelfall kann es tatsächlich so sein, dass ein Nutzer, der es dir missgönnt, oder unsicher ist, ob sein Produkt dann vielleicht teurer wird, deinen Link nicht benutzt. Insgesamt aber, verdienst du auf diese Weise mit deinem Affiliate Marketing auf Youtube mehr Geld, was primär drei Gründe hat:

a) Du schaffst Vertrauen

Wenn du es schaffst, dass deine User dir Vertrauen, sind sie eher gewillt Produkte zu kaufen, die du empfiehlst. Logisch: Du kaufst ja auch eher etwas, das dir ein Freund empfiehlt als das, was dir ein zwielichtiger Vertreter an der Haustür aufschwatzen will oder?
Voraussetzung dafür ist Transparenz und Ehrlichkeit. Ohne diese Eigenschaften geht es nicht.

b) Dein Kanal wächst schneller

Die direkte Folge von mehr Vertrauen ist, dass dein Kanal häufiger empfohlen und Videos öfter geteilt werden. Dieser Effekt ist natürlich schwer messbar, da kein Kanal mit einem anderen direkt vergleichbar ist und wir kein „Was-wäre-wenn-ich-das-anders-gemacht-hätte-Szenario“ nachspielen können.

Allerdings ist menschliches Verhalten häufig einfach prognostizierbar, wenn man sich in die Situation hinein denkt. Würdest du den Link zu einem Video an deine Mutter schicken, wenn dort ein unsinniges Produkt empfohlen wird und offensichtlich ist, dass der Kanal-Betreiber ausschließlich sich selbst bereichern möchte? Vermutlich wohl eher nicht!

c) Du vermeidest Abmahnungen

Wenn du Geld im Internet verdienst besteht immer die Gefahr, dass du von der Konkurrenz abgemahnt wirst. Dieses Risiko auf 0 zu senken ist quasi unmöglich. Trotzdem können wir die Risiken extrem minimieren und dazu gehört neben einem Impressum auch die Kennzeichnung von Affiliate Links auf Youtube. Wenn du nämlich erst einmal 1.500€ für eine Abmahnung bezahlen musst, ist dein Gewinn schnell futsch oder du verschuldest dich im schlimmsten Fall sogar.

Eine Formulierung, die ich für sinnvoll erachte, die gleichermaßen den Nutzer aufklärt, Abmahnungen verhindert und zumindest nicht demotiviert den Link zu benutzen, ist die Folgende:

*Bei diesen Links handelt es sich um Affiliate Links. Das bedeutet, dass ich ein Provision erhalte, wenn du einen Artikel über einen dieser Links kaufst. Natürlich ohne, dass sich der Preis für dich dabei verändert. Affiliate Links helfen mir dabei, meinen Kanal dauerhaft weiterführen zu können.

Das ist der Text, den ich selbst verwende. Du kannst ihn bei Bedarf gerne so übernehmen. Da ich allerdings kein Rechtsexperte bin, möchte ich dich bitte, bei Unklarheiten zur Kennzeichnung von Affiliate Links auf Youtube Rat bei einem Experten einzuholen.

Tipp #3: Nur themenrelevante Affiliate Links setzen

Wenn du dauerhaft mit deinen Affiliate Marketing Maßnahmen Erfolg haben willst, ist es wichtig, dass du nur themenrelevante Links nutzt. Im Klartext heißt das, dass du nur Produkte und Dienstleistungen verlinkst, wenn sie auch tatsächlich zu den Inhalten deiner Videos passen.

Es mag zwar reizvoll erscheinen viele, möglichst hochpreisige Dinge zu verlinken um hohe Provisionen zu erhalten, aber dabei spekulierst du auf absolute Glückstreffer. Und das zu einem hohen Preis.

Umso weniger relevant deine Links nämlich sind, desto weniger Beachtung schenken deine Zuschauer ihnen in aller Regel. Um es hart auszudrücken: Es wirkt gierig und verzweifelt, wenn du unter einem Video zum Thema Postkarten basteln einen Link zur neuesten VR Brille setzt.

Du erzielst auf lange Sicht auf Youtube deutlich mehr Einnahmen mit wenigen, wirklich relevanten Affiliate Links als mit einer Vielzahl an nicht relevanten Links.

Tipp #4: Equipment verlinken

Eine mittlerweile gängige Praxis ist es auch, sein Equipment in der Description Box zu verlinken. Das macht durchaus Sinn. Ich werde beispielsweise häufig angeschrieben und gefragt, welche Videosoftware ich für die Produktion meiner Erklärvideos auf meinem Kanal 5Rules5Hacks verwende oder mit welchem Mikrofon ich die Vertonung mache.

Wenn so eine Frage kommt, weiß ich, dass schon eine konkrete Kaufabsicht besteht. Aber dann jedes mal einen Affiliate Link zu schicken wäre etwas komisch und unter Umständen auch gar nicht „legal“, wenn man nach den Amazon AGBs geht. Das ist allerdings manchmal etwas schwer zu durchschauen.

Entsprechend mehr Sinn macht es, die eigene Ausrüstung und Software in Form von Affiliate Links in der Videobeschreibung aufzulisten und entsprechend zu kennzeichnen. So kommen hin und wieder ein paar Verkäufe zustande, die man gerne mitnimmt.

Tipp #5: Sinnvolle Partnerprogramme wählen

Dieser Tipp ist gleichermaßen gültig für Youtube Videos wie auch für Websites: Es ist immer wichtig, sich Gedanken zu machen, welche Partnerprogramme am besten funktionieren. Viele Youtuber nutzen ausschließlich Links zu Amazon. Vermutlich, da es sehr unkompliziert ist. Die Anmeldung ist einfach, die Produktauswahl ist riesig und die Regularien sind häufig weniger streng als bei anderen Affiliate Programmen.

Trotzdem lohnt es sich, etwas die grauen Zellen anzustrengen und nach Partnerprogrammen zu suchen, die mehr Geld einbringen – und zwar ohne, dass du deinen Zuschauern etwas aufschwatzt.

Praxisbeispiel

Ein kleines Beispiel, dass ich exakt so erst kürzlich angewendet habe: Ich hatte unter einem Video in der Vergangenheit ein themenrelevantes ebook auf Amazon verlinkt. Die Vergütung pro Verkauf betrug rund 2 Euro. Ich habe dann das Affiliate Programm und den Link getauscht. Weg vom Hörbuch, hin zu einer komplett kostenlosen Probemitgliedschaft bei Audible. Die Provision bei Audible beträgt 5€ für den Testmonat und weitere 20€ bei Abschluss einer kostenpflichtigen Folgemitgliedschaft.

Somit habe ich eine Win-Win Situation für mich und meine Zuschauer geschaffen:
Mein Zuschauer können sich komplett kostenlos das gewünschte Buch als Hörbuch herunterladen. Gleichzeitig hat sich dadurch meine Vergütung pro sale verdoppelt. Dazu ist auch noch die Conversion deutlich gestiegen. Insgesamt hat der Tausch der Links eine Umsatzsteigerung um etwa 200%-300% verursacht.

Fälle wie dieser sind definitiv keine Seltenheit. Schon kleine Anpassungen können große Wirkung haben. Hier musst du einfach immer wieder herumprobieren und experimentieren. Das Internet ist voll von Affiliate Programmen. Entweder du schaust auf den Seiten von ganz bestimmten Anbietern oder du nutzt dafür eine der Affiliate Plattformen wie affilinet oder zanox

Tipp #6: Richtige Preisklasse finden

Manchmal wird die fehlerhaft Annahme gemacht, dass man mit teuren Artikeln automatisch mehr verdienen würde als mit niedrigen. Dieser Gedankengang ist nämlich nur äußerst bedingt richtig und kann leicht nach hinten losgehen. Wichtig sind dabei die Folgenden Einflussfaktoren:

a) Der prozentuale Provisionssatz

Provisionssätze unterscheiden sich zum Teil massiv von einem Artikel zum nächsten. Das gilt insbesondere auch innerhalb des Amazon Partnerprogramms. Erst kürzlich hat ein Amazon Besucher, der wohl über einen meiner Affiliate Links auf Amazon gelandet, ist ein Apple Produkt für knapp 1.000 Euro gekauft. Meine Provision daraus betrug ein mickriges Prozent und damit unter 10 Euro. Exakt den gleichen Betrag hätte ich erhalten, wenn jemand einen Artikel aus der Kategorie Haushalt für 142 Euro gekauft hätte.

Genau danach unterscheiden sich nämlich beim Affiliate Programm von Amazon die Provisionssätze: Nach der Kategorie, in die ein Artikel fällt. Die Provisionssätze liegen dabei zwischen 1% und 10%.

 

Affiliate Vergütung Amazon

Quelle: Partnernet.Amazon.de, Screenshot

b) Die Kaufbereitschaft des Zuschauers

Weit problematischer ist aber die Frage, in welcher Phase des Kaufentscheidungsprozesses sich dein Zuschauer im Bezug auf deinen Artikel befindet. Bei günstigen Artikel entstehen häufig Impulskäufe. Also eine sehr spontane Kaufentscheidung.

Anders sieht es allerdings bei teuren Artikeln aus. Dort wird meistens erst einmal im Internet recherchiert, nach Testberichten gesucht, gehadert und irgendwann einmal die Kaufentscheidung getroffen. Dadurch ist es bedeutend unwahrscheinlicher, dass ein sehr teurer Artikel über deine Affiliate Links gekauft wird als ein günstiger.

Die Ausnahme bilden Youtube Kanäle, die sich auf Produkttests spezialisiert haben. Denn das Ansehen eines Testvideos gehört in die Endphase des Kaufeinscheidungsprozesses. Wenn jemand explizit nach so einem Video sucht und es ansieht, zieht er zumindest schon in Erwägung das entsprechende Produkt zu kaufen. Dadurch wird ein Sale hier deutlich wahrscheinlicher.

c) Das Vertrauen in dich

Zu viele teure Produkte hinterlassen schnell den Eindruck, dass du dich bereichern willst. Auch hier gilt also wieder: Empfehle nur, was auch wirklich Sinn macht. Verlierst du das Vertrauen deiner Nutzer, klicken sie nicht auf deine Links.

Auf der anderen Seite bedeutet das aber auch nicht, dass du nur billigen Kram bewerben solltest. Zum Einen liegt dein Ertrag bei 5 Euro Artikeln bei wenigen Cents und zum Anderen können Artikel, die Schrott sind und wegen deiner Empfehlung gekauft wurden, auch ein schlechtes Licht auf deine Seriösität werfen und entsprechend wiederum auf lange Sicht deine Einnahmen aus Affiliate Links auf Youtube mindern.

Fazit:

Beim Affiliate Marketing auf Youtube gilt es einige Dinge zu beachten. Neben den Provisionssätzen steht vor allem im Vordergrund, wie sehr dir deine Zuschauer vertrauen. Das ist ein zentraler Faktor der Kaufbereitschaft und damit der Frage, ob du mit deinen Affiliate Links auf Youtube Geld verdienen wirst. Zusätzlich ist es auch aus rechtlichen Gründen notwendig, dass du deine Affiliate Links als solche kennzeichnest um zu vermeiden, eine teure Abmahnung zu bekommen.

Wenn du diese Tipps beachtest, stehen deine Chancen gut, dass du mit deinen Affiliate Links auf Youtube ein schönes Nebeneinkommen aufbaust.


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